Private Krankenversicherung Beamte

Für Beamte lohnt sich der Wechsel in die private Krankenversicherung meist. Die meisten Tarife sind so kalkuliert, dass sie mittels der Beihilfe äußerst günstig für den Versicherten ausfallen. Zudem bietet die Police auch bessere Leistungen als die gesetzlichen Krankenversicherer (GKV). Ausschließlich die Restkosten müssen vom Versicherten übernommen werden. Wir haben die Private Krankenversicherung Beamte etwas genauer untersucht und erläutern nachfolgend die Ergebnisse.

Als Spezialist auf dem Gebiet Versicherungen und Finanzen für Beamte und Beamtenanwärter wissen wir genau, worauf es ankommt. Dabei stehen auch die aktuellen Testsieger wie die Barmenia PKV im Vergleich. 

DISQ Gesamtergebnis Private Krankenversicherer 2017

  • 1 Barmenia 82,5 sehr gut
  • 2 Axa 81,6 sehr gut
  • 3 Allianz 78,8 gut
  • 4 Münchener Verein 78,6 gut
  • 5 Universa 75,6 gut
  • 6 SDK 74,9 gut
  • 7 Central 74,6 gut
  • 8 Deutscher Ring 74,2 gut
  • 9 Debeka 73,6 gut
  • 10 HUK-Coburg 73,1 gut
  • 11 DKV 73,0 gut
  • 12 Inter 72,4 gut
  • 13 Hallesche 72,2 gut
  • 14 Continentale 70,8 gut
  • 15 Signal Iduna 70,3 gut
  • 16 Hanse-Merkur 70,3 gut
  • 17 LKH 69,6 befriedigend
  • 18 Gothaer 66,0 befriedigend
  • 19 UKV 64,8 befriedigend
  • 20 BBKK 58,1 ausreichend

Beihilfeberechtigte erhalten bis zu 80 Prozent

Private Krankenversicherung Beamte

Beamte haben durch ihren Dienstherrn den Vorteil, dass die Kosten für die private Krankenversicherung bis zu 80 Prozent über die Beihilfe (Beihilfetarife) geregelt werden. Dadurch bleiben die eigenen Kosten sehr gering. Zudem sich bei etlichen Tarifen auch Familie und Kinder absichern lassen. Auf dem Versicherungsmarkt gibt es zahlreiche gute Anbieter für eine angemessene private Krankenversicherung für Beamte. Darunter die Huk-Coburg, DKV, DBV, Signal Iduna, Continentale, Universa, Debeka, Allianz und Concordia bieten als private Krankenversicherung gute Leistungen zu einem günstigen Preis.

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Der Zuschuss vom Dienstherrn in Form der Beihilfe

Beamte, die auch oft als Staatsdiener bezeichnet werden, erhalten von ihrem Dienstherrn einen Zuschuss (Beihilfeanspruch), der ähnlich dem Arbeitgeberzuschuss ist. Er beträgt zwischen 50 bis 80 Prozent, so beteiligt sich der Dienstherr an den jeweiligen Kosten. Allerdings erfolgt die Beteiligung nach einer festen Vorgabe, die restlichen Kosten werden von dem Beamten selbst übernommen. In der PKV anmelden können sich jedoch nicht nur Beamte auf Lebenszeit. Ebenso berechtigt sind:

  • Beamter auf Widerruf
  • Beamte auf Zeit
  • Beamtenanwärter

Dazu kommen die Kinder als auch der Ehepartner. Innerhalb der Versicherung werden Kinder mit einer Beihilfe von bis zu 80 Prozent unterstützt, weswegen es sich für Beamte grundsätzlich lohnt, sich für die private Krankenversicherung zu entscheiden. Auch hier werden ein Großteil der Kosten größten Teil erstattet.

Bessere Leistungen in der Familienversicherung

Anders als bei Angestellten oder Selbständigen ist es für Beamte kein Problem, eine sogenannte Familienversicherung über die private Krankenversicherung abzuschließen. Für Beamte ist ein Wechsel in die gesetzliche nicht mehr sinnvoll. Zudem bereits ab einem geringen Grundbeitrag bereits eine bessere Leistung über die private Krankenversicherung in Anspruch genommen werden kann. Neben einer ausgeweiteten Zahnbehandlung erhält der Versicherte auch Zugang zur Psychotherapie, Behandlung beim Heilpraktiker und weiteres. Die Mitgliedschaft birgt keinerlei Nachteile.

Privatkasse bei Finanztest

2014 unternahm die Stiftung Warentest zuletzt einen Vergleich zu den aktuellen Tarifen für die private Krankenversicherung. Darunter waren auch Tarife für Beamte vertreten. Der Fokus in diesem Test für Beamte lag auf dem Preis-Leistungsverhältnis, zudem keinerlei Selbstbeteiligung mit in die Tarife einfloss. Die einzige Voraussetzung: Ein ambulanter und stationärer Tarif sollte enthalten sein, sowie ein Zahntarif. Dies sind die Testsieger im Test von 2014 (inklusive Monatsbeitrag):

PlatzierungAnbieterTarifBewertung
Platz 01ConcordiaBV20, BV30 0,5 („sehr gut“)
Platz 02HUK-CoburgB 501 1,2 („sehr gut“)
Platz 03DebekaB 20K, B 30 1,8 („gut“)
Platz 04PAX-Familienfürsorge B 501 2,1 („gut“)
Platz 05Alte Oldenburger A 30, AA20, 2,3 („gut“)
Platz 06Deutscher Ring BK 20X, BK 30, PIT50 2,3 („gut“)
Platz 07LVMAB 20E, AB 30 2,3 („gut“)
Platz 08HanseMerkurA20Z, A/30 2,5 („gut“)
Platz 09R+V Versicherungen BB20E, BB30 2,5 („gut“)
Platz 10R+V Versicherungen uni-A 20 R, uni-A 30 2,5 („gut“)

Auch aus den Tipps der Stiftung Warentest geht eindeutig hervor, dass es für Beamte die beste Entscheidung ist, die Private Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen. Individuelle Berechnungen sind für Beamte jedoch empfehlenswert, mittels einem Beitragsrechner, wie er online von vielen Quellen angeboten wird.

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Das Ranking von DISQ

Auch im Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität wurden die Tarife für die private Krankenversicherung unter die Lupe genommen. Der aktuelle Test stammt von 2015 und ist somit am aktuellsten, was die Ergebnisse angeht. Es ist immer empfehlenswert, nicht nur einen Vergleich in Augenschein zu nehmen, der bei der Wahl helfen kann. Hierbei war die beste Versicherung die Barmenia, die Top-10 gestalteten sich wie folgt:

PlatzierungAnbieterPunkteBewertung
Platz 01Barmenia81,8"sehr gut“
Platz 02Deutscher Ring76,8"gut"
Platz 03Münchener Verein76,3"gut"
Platz 04Gothaer75,5"gut"
Platz 05SDK74,9"gut"
Platz 06AXA74,6"gut"
Platz 07Debeka74,6"gut"
Platz 08Hallesche74,0"gut"
Platz 09HUK Coburg73,3"gut"
Platz 10DKV73,1"gut"

Die Barmenia erhielt als einzige private Krankenversicherung das Urteil ’sehr gut‘. Allerdings waren die Tarife hier eher allgemein gehalten und nicht spezifisch auf Beamte abgestimmt. Die Fachzeitschrift Focus hingegen hat Beamten- und Beamtenanwärter-Tarife untersucht, die wir im nächsten Abschnitt erläutern werden.

Der Vergleich von Focus Money

Focus Money erstellte bereits 2012 einen Test zu den aktuellen Tarifen. Auch dieser sollte mit in die Entscheidung einbezogen werden, denn die Ergebnisse unterscheiden sich erheblich von denen der Stiftung Warentest. Innerhalb der Beamtentarife kamen die folgenden Anbieter in die Top-5:

  • 1. DBV Deutsche Beamten Krankenversicherung
  • 2. Alte Oldenburger
  • 2. HanseMerkur
  • 4. Huk-Coburg
  • 4. Debeka
  • 5. Süddeutsche

Um den zweiten Platz mussten sich Alte Oldenburger und HanseMerkur förmlich streiten. Im Fokus dieses Tests für die private Krankenversicherung stannt hauptsächlich die Leistung als auch der Preis. Bei den Beamtenanwärter waren die folgenden Angebote führend:

  • 1. Debeka
  • 2. Huk-Coburg
  • 3. Allianz
  • 4. DKV
  • 5. Süddeutsche

Auch bei diesen Ergebnissen über die private Krankenversicherung zeichnet sich ab, dass es sich lohnt, bereits als Anwärter in die PKV einzusteigen und von der GKV unbedingt zu wechseln. Der Wechsel in die private Krankenversicherung ist in jedem Fall eine Empfehlung.

Die Beiträge bleiben steuerlich absetzbar

Ein weiterer Vorteil, welcher sich für Mitglieder in der private Krankenversicherung auszahlt, ist die steuerliche Behandlung. Denn die Beiträge können ohne Weiteres im Rahmen der Steuererklärung abgesetzt werden. Die Angaben werden im Formular der Vorsorgeaufwendungen für die Einkommenssteuer eingetragen. Ein Betrag von bis zu 1.900 Euro ist für jeden Steuerzahler legitim. Wichtig: Die Beiträge für die private Krankenversicherung und Pflegeversicherung hat Vorrang vor allen anderen Versicherungen wie Haftpflicht, oder ähnlichen Policen.

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Tarifrechner in die Wahl einbeziehen

Wer sich noch nicht sicher ist, welchen Tarif er für die Private Krankenversicherung nutzen soll, dem wird ein Vergleichsrechner empfohlen. In diesem Tarifrechner werden die Daten völlig anonym eingetragen und anhand von diesen die Höhe des Beitrages errechnet. Dieser Rechner hilft auch dabei, die Beiträge für den Ruhestand, der Pension oder in Teilzeit zu berechnen. Zudem: Lehrer zahlen einen anderen Beitrag als andere Beamte, weswegen eine individuelle Berechnung empfehlenswert ist. Ohne persönliche Daten kann man schon jetzt für das Alter vorrechnen.

Erfahrungen mit der Gesundheitsprüfung

Wie jeder andere Antragsteller muss auch der Beamte eine Gesundheitsprüfung bei der Antragstellung für die private Krankenversicherung erledigen. Wird bei ihm eine Vorerkrankung festgestellt, fordert die private Krankenversicherung meist einen Risikozuschlag, welcher auch während der Rente gezahlt werden muss. Besteht eine Schwangerschaft bei Antragstellung, werden keinerlei Wartezeiten erforderlich. Dies gilt auch für die Ehefrau. Nach einer Scheidung muss diese möglicherweise in den Basistarif wechseln, worauf man achten sollte. Weitere Themen sind:

Privatversicherungen lohnen sich immer

Der Wechsel in die private Krankenversicherung für Beamte lohnt sich eigentlich immer, auch schon in den ersten Jahren. Die Tarife sind günstig gestrickt, so dass sie per Beihilfe bis zu 80 Prozent übernommen werden, ebenso wie die Behandlungen. Die Restkosten vom Beitrag und der regulären Kosten übernimmt dann der Beamte. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine Zahnbehandlung, oder anderes handelt. Die Leistungen sind in jedem Fall sehr viel besser als über die gesetzliche Krankenversicherung, weswegen der Wechsel von der gesetzlichen eine Empfehlung ist.

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