Dienstunfähigkeitsversicherung Beamte Test

Viele Arbeitnehmer sichern sich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ab. Staatsdiener sollten diese Versicherung nicht abschließen, sofern nicht eine Dienstunfähigkeitsklausel (Dienstunfähigkeit) vorhanden ist. Sie sollten sich daher besser für eine reine Dienstunfähigkeitsversicherung entscheiden. Doch Beamte müssen bei den Verträgen genau auf die Bindungen und Konditionen der Dienstunfähigkeit kennen. Denn nicht alle Versicherer sichern Beamtenanwärter bezüglich der Berufsunfähigkeit richtig ab.

Als Spezialist auf dem Gebiet Versicherungen und Finanzen für Beamte und Beamtenanwärter wissen wir genau, worauf es ankommt. Gerne können Sie jederzeit mit uns in Kontakt treten und wir erstellen Ihnen eine kostenlose Risikoanalyse.

Dienstunfähigkeitsversicherung Beamte Test: Auf Lebenszeit

Beamte und andere Arbeiter im öffentlichen Dienst erhalten nach der Probezeit den Status „Auf Lebenszeit“ verliehen. Mit diesem Titel ist der Staatsdiener sein gesamtes Arbeitsleben für den Staat tätig. Er ist nur bei schwerwiegenden Vergehen aus diesen Status heraus zu kündigen. Die Höchstgrenze für die Ernennung liegt bei 45 Jahren. Geht der Arbeitnehmer in den Ruhestand, sorgt im Gegenzug auch der Dienstherr sich weiter um die Pension (Rente). Doch immer weniger erreichen die erwartete Dienstzeit. Ohne eine Dienstunfähigkeitsversicherung entstehen so finanzielle Lücken bei der Versorgung.

Dienstunfähigkeitsversicherung Beamte Test

Dienstunfähigkeitsversicherung Beamte Test

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Test von Focus Money

Neben vielen anderen Prüfungsinstituten werden immer wieder die Angebote der Versicherer kontrolliert. Besonders bei der Dienstunfähigkeitsversicherung ist es wichtig, dass Beamte tatsächlich richtig versichert werden. Im letzten Test von Focus Money konnten folgende Anbieter überzeugen

Anbieter Testbenotung

PlatzierungAnbieterTestnote
Platz 01Continentale1,08
Platz 02WWK1,08
Platz 03Allianz1,29
Platz 04Canada Life1,71
Platz 05Condor1,92

Im Test wurden Finanzbeamte (Bürotätigkeit) und deren Versicherbarkeit als Modellkunde geprüft. Bester Direktversicherer sind im Test die Europa (1,13) und die Hannoversche (1,42)

Debeka bietet Grundabsicherung an

Die Debeka ist bekannt dafür, dass sie für Beamte unterschiedliche Versicherungen anbietet. So gehört auch die Absicherung gegen de Dienstunfähigkeit dazu. Das Koblenzer Unternehmen übernimmt die Haftung, wenn die Versicherte aus dem öffentlichen Dienst entlassen wird. Auch zahlt sie, wenn kein Anspruch auf Ruhegehalt oder Unterhaltsbeitrag besteht. Weiterhin besteht die Möglichkeit, mit der Versicherung eine Nachversicherung der gesetzlichen Rentenversicherung zu vereinbaren. Lesen Sie hier mehr zur Debeka https://www.beamten-ratgeber.de/debeka-dienstunfaehigkeitsversicherung/.

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Versorgungsausgleich bei Beamten

Viele Beamte sind verheiratet, streben aber nach einer gewissen Zeit eine Trennung oder gar eine Scheidung an. Wie bei allen anderen Paaren auch, entscheiden hier Gerichte auch über die Alterssicherungsansprüche der jeweiligen Parteien. Hat der Beamte einen Anspruch auf Ruhegehalt, muss laut Paragraph 57 BeamtVG eine separate Entscheidung für die Kürzung der Versorgungsbezüge getroffen werden. Der beamtenrechtlicher Versorgungsausgleich wird in diesen Fall von einem speziellen Gericht festgelegt.

Beitrage erhöht Sachsen

Beamte in Sachsen können sich seit 2015 über eine bessere Grundversorgung freuen. Seit dem 01. März wurden die Dienstbezüge, Anwärterbezüge und Versorgungsbezüge linear angehoben. Doch Experten bemängeln, dass diese Anpassung nicht ausreicht. Es gibt immer noch keinen staatlichen Schutz, wenn Staatsdiener nicht mehr in der Lage sind ihren Dienst anzutreten. Sie sind weiterhin auf eine private Versicherung angewiesen, um im Schadensfall keine finanziellen Nachteile zu erleiden.

Ergo verändert Haftungsklausel

Die Ergo (ehemals Hamburg Mannheimer) bietet für die Berufsgruppen Beamte, Lehrer, Lehramtsanwärter, Soldaten, Polizisten, Feuerwehrbeamte, Richter, Bundespolizei, Angestellte im öffentlichen Dienst, Referendare und Staatsanwälte eine Dienstunfähigkeitsversicherung an. Negativ ist der Anbieter in 2010 aufgefallen. Hier wurde Regelwerk bezüglich der Haftung und der Altersgrenze deutlich zum Nachteil des Kunden verändert.

Lehrer besonders gefährdet

Die Statistiken der Versicherer weisen immer wieder aus, dass besonders Lehrer ( Widerruf) ihren Beruf nicht bis zum Ende der Laufzeit ausüben können. Die psychischen Belastungen und der Arbeitsaufwand sind inzwischen so hoch, dass immer mehr Lehrkräfte an Depression oder Burnout leiden. Wer hier keine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Dienstunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat, erhält keine Unterstützung vom Staat. Mehr zum Thema Dienstunfähigkeitsversicherung für Lehrer finden Sie auf dem Beitrag https://www.beamten-ratgeber.de/dienstunfaehigkeitsversicherung-lehrer/.

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Test der Stiftung Warentest

In 2013 wurden die letzten Test bezüglich der Berufsunfähigkeitsversicherungen durchgeführt. Besonderes Augenmerk wurde auf die Einbindung der Dienstunfähigkeitsversicherung im Test gelegt. 70 Prozent Einfluss hatte das Prüfungskriterium Versicherungsbedingungen. Anträge hatten 20 Prozent Gewichtung und 10 Prozent für die versicherbaren Beruf. Folgende Anbieter konnten im Test sehr gute Ergebnisse vorweisen:

Anbieter Gesamtnote

PlatzierungAnbieterTestnoteBewertung
Platz 01Provinzial Rheinland 0,70 („sehr gut“)
Platz 02Europa Versicherung 0,80 („sehr gut“)
Platz 03Condor 0,90 („sehr gut“)
Platz 04HanseMerkur 0,90 („sehr gut“)
Platz 05R+V a.G. 0,90 („sehr gut“)
Platz 06R+V AG 0,90 („sehr gut“)
Platz 07Alte Leipziger 1,0(„sehr gut“)
Platz 08Dialog 1,0(„sehr gut“)
Platz 09Generali 1,0(„sehr gut“)
Platz 10Volkswohl Bund 1,0(„sehr gut“)

Burnout- Große Gefahr

Früher konnten Arbeitnehmer auf Grund muskulärer Probleme, Herz-Kreislauf-Probleme oder Krebs ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen. Doch psychische Krankheiten (Depression) sind in der heutigen Zeit Hauptursache für eine Berufsunfähigkeit oder Dienstunfähigkeit. Immer mehr Menschen „brennen“körperlich und seelisch aus. Ursache ist hierfür meist der Leistungsdruck und die dauerhafte Überforderung. Wird diese nicht frühzeitig erkannt, droht eine langfristige Schädigung des Körpers.

Mindestruhegehalt reicht meist nicht aus

Das Mindestruhegehalt darf laut Gesetz nicht unterschritten werden. So sollen die Beamten im Ruhestand ausreichend abgesichert werden. Doch bei langen Fehlzeiten oder Freistellungszeiten darf und wird das Mindestruhegehalt unterschritten. Nur wenn ein Beamte wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt wird, darf keine Minderung oder Anpassung vorgenommen werden. Doch rechnerisch reicht das Ruhegehalt nicht aus. Nur mit einer entsprechenden Dienstunfähigkeitsversicherung kann diese Zahlung ausgebessert werden.

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Mitwirkungspflicht bei der Untersuchung

Um eine dauerhafte Dienstunfähigkeit festzustellen, müssen unterschiedliche Untersuchungen und Gutachten eingeholt werden. Es besteht hier für den Staatsdiener eine Mitwirkungspflicht. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, kann das eine nachteilige Schlussfolgerung des Dienstherrn zu Folge haben.

Wiedereingliederung – Eine sinnvolle Option

Nicht jede Dienstunfähigkeit ist von langer Dauer. Damit sich der Arbeitnehmer wieder an den Arbeitsalltag gewöhnt, kann mit dem Dienstherrn eine Ermäßigung der regelmäßigen Arbeitszeit vereinbart werden. Meist werden sechs Monate bewilligt. In besonderes schweren Fällen (§ 2 Abs. 6 AZVO NRW ), werden auch 12 Monate bewilligt. Dieses Modell der Eingliederung wird auch Hamburger Modell genannt.

Dienstunfähigkeitsversicherung Beamte Test

Der Test für die Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte zeigt auf, dass nicht alle Anbieter eine reine Absicherung für die Berufsunfähigkeit oder Dienstunfähigkeit anbieten. Es ist sehr wichtig, dass bei den Verträgen auf die Dienstunfähigkeitsklausel hingewiesen wird. Das bestätigen auch Stiftung Warentest und andere Prüfungsinstitute.

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